Zahnfleischbehandlung (Parodontologie)

Schemazeichnung Parodontitisbehandlung

Parodontitis entsteht vor allem durch schlechte Mundhygiene und ist eine entzündliche, durch spezielle Bakterien verursachte Erkrankung des Zahnhalte­apparates. Zum Zahn­halte­apparat gehören der Zahn, das Zahnfleisch, sowie der umliegende Knochen und Faserapparat.

Wie entsteht eine Parodontitis?

Wenn diese speziellen Bakterien sich in den vorhandenen Zahnbelägen vermehren und nicht entfernt werden, entstehen Konkremente, Ablagerungen in der Tiefe der Zahnfleischtaschen. Es kommt zu einer chronischen Zahnfleischentzündung.

Zeichen dafür sind:
  • Blutung
  • Schmerzen
  • freiliegende Zahnhälse
  • Knochenabbau
  • Zahnlockerungen und eventuell sogar Zahnverlust

Diabetes, andere allgemeine Erkrankungen und Rauchen begünstigen die Entstehung von Parodontitis.


Wie wird die Parodontitis diagnostiziert?
  • Im Rahmen der Routinekontrolle wird der PSI (Parodontaler Screening Index) erhoben, der grobe Auskunft darüber gibt, ob eine Parodontitis vorliegt.
  • Wesentlich genauer kann das individuelle Parodontitis-Risiko durch eine Keimbestimmung eingeschätzt werden.
  • Als Vorbehandlung erfolgt in mindestens einer Sitzung eine Reinigung und Politur der sichtbaren Zahnanteile und eine Mundhygiene Beratung.
  • Anschließend erfolgt die genaue Vermessung der paro­dontalen Taschen. Hierzu verwenden wir als moderne diagnostische Methode die "Florida Probe". Die Sondierungstiefen werden an sechs Messstellen pro Zahn mittels einer an einen Computer angeschlossenen druckkalibrierten Sonde erhoben und direkt digital ausgewertet.
  • Durch digitale Röntgenaufnahmen können wir feststellen, wie weit die Parodontitis bereits fortgeschritten ist und ob ein Knochenabbau vorliegt.

Ergebnis Floridaprobe


Wie wird eine Parodontitis behandelt?

Nach erfolgreicher Vorbehandlung erfolgt die "geschlossene Kürettage". Dabei erfolgt innerhalb von 24h Std. üblicherweise in zwei Sitzungen an aufeinander folgenden Tagen – das Scaling und Root Planning, die gründliche Tiefenreinigung der Zahnfleischtaschen mit Wurzelglättung. Wenn durch die Keimbestimmung eine hohe Anzahl aggressiver Keime nachgewiesen wurde, erfolgt anschließend eine unterstützende Antibiotikatherapie. Zur nachhaltigen Desinfektion und Keimreduktion in den behandelten Zahnfleischtaschen erfolgt eine Nachbehandlung gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen mit dem Laser Fidelis II plus. (Hierzu entnehmen Sie weitere Informationen bitte aus unserem Laser-Flyer oder unter der Rubrik Laserbehandlung auf dieser Website).

Nachbetreuung: In regelmäßigen Abständen erfolgen Nachkontrollen. Nach 3 Monaten wird der Therapieerfolg mit einer erneuten Messung der Taschen (Reevaluationsstatus) überprüft. Um dann den erreichten, gesunden Zustand zu halten und damit eine langfristige erfolgreiche Parodontitis-Eindämmung zu erreichen, muss in regelmäßigen Abständen eine Prophylaxe durchgeführt werden.

Gerät Perioflow

Durch die Teilnahme am Prophylaxe-Recall-Programm wird unseren gesetzlich versicherten Patienten bei einem vierteljährlichen Recall-Abstand die vierte Prophylaxe nicht berechnet.

Schema Parodontologie


Was kostet die Behandlung?

Die Kosten hängen von dem indivi­duellen Behandlungs­ablauf ab. Gerne beraten wir Sie persönlich in einem Gespräch.


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